3. Empfang, Raum und Setting

Die Partner

Sie, von mittelgrosser Erscheinung, locker, doch im Auftreten selbstbewusst, wirkt farbig und offen.

Er, grossgewachsen und schlank, hat heute am Freitagabend eine arbeitsintensive Woche hinter sich, macht einen eher zurückhaltenden, unauffälligen, man könnte meinen eher einen unsicheren  Eindruck.

Zum Setting

Beide nehmen auf den bereitgestellten Stühlen Platz. Die Anordnung der Stühle bietet sich im Normalfall als gleichseitiges Dreieck an.

empfang

Diese Form des Setting hat mehrere Funktionen. Einmal bedarf es einer ersten Information über die partnerschaftliche Situation. Die Partner haben eine Ansprechperson, sie vermitteln ihm Inhalte, präsentieren ihr Problem, stellen ihre eigene Diagnose, das dysfunktionale Muster vor. Mit den äusseren Sinnen sind sie dieser Person zugewandt, d.h. während dieses Vorgangs tritt die partnerschaftliche Interaktion in den Hintergrund. Natürlich geht es auch um das Herstellen einer tragfähigen Beziehung, ob man an zu einem vertretbaren Arbeitsbündnis kommt. Gleichzeitig  findet ein Übertragungsvorgang statt, an den sich Erwartungen knüpfen. Mit der dritten Person ist es möglich, die Beziehungsprobleme nach aussen zu verlagern, triadische oder auch triangulierende Interaktionsformen können auftreten, was nicht im Sinne der Bearbeitung von bestehenden Problemen sein kann. Insofern drängt sich eine Veränderung im Setting auf.

Auch dieser Schritt erfolgt nach eine arbeitsvertraglichen Abmachung. Die Partner erklären sich einverstanden.

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